Wirtschaft

Wettbewerbsfähig. Familienfreundlich.

Den Pharma- und Life-Science-Standort sichern. Karriere und Familie gleichzeitig ermöglichen.

Haltung

Wohlstand ist kein Zufall.

Basel ist einer der bedeutendsten Pharma- und Life-Science-Standorte. Tausende qualifizierte Arbeitsplätze, eine dichte Forschungslandschaft und substanzielle Steuereinnahmen hängen daran. Das ist kein Selbstläufer, sondern es braucht Rahmenbedingungen, die diesen Standort attraktiv halten.

Dazu gehört auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ohne verlässliche Kinderbetreuung, Gleichstellung und faire Steuern fehlen die Fachkräfte, auf welche die Schweiz wirtschaftlich angewiesen ist. Standortpolitik beginnt im Alltag der Menschen, die hier arbeiten und leben.

«Gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und gute Bedingungen für Familien sind die Basis unseres Wohlstands.»

Pharma- und Life-Science-Standort stärken

Die Schweizer Pharma- und Life-Science-Branche ist nicht nur wirtschaftlich bedeutend – sie treibt Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung von Krankheiten voran, die weit über die Schweiz hinauswirken. Diesen Vorsprung zu halten erfordert aktives Handeln: eine kohärente Standortstrategie, die gemeinsam mit Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Branchenverbänden erarbeitet wird, und eine engere Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Bundesstellen.

Ich setze mich dafür ein, dass die Schweiz die Rahmenbedingungen schafft, die Rechtssicherheit und Planungssicherheit für systemrelevante Unternehmen garantieren – bevor der Vorsprung weg ist.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Frauen sind heute besser ausgebildet als je zuvor. Trotzdem arbeiten sie deutlich häufiger Teilzeit, übernehmen den grösseren Anteil der Betreuungsarbeit und sind in Führungspositionen nach wie vor untervertreten.

Wer qualifizierte Fachkräfte halten will – Frauen wie Männer – braucht verlässliche Betreuungsangebote, faire steuerliche Rahmenbedingungen und Arbeitsmodelle, die Verantwortung in Familie und Beruf für beide Partner ermöglichen. Kinder dürfen nicht unter dem Beruf der Eltern leiden. Und der Beruf nicht unter den Kindern.

Als Mutter und langjährige Präsidentin des Vereins für Kinderbetreuung Basel weiss ich, was Eltern sowie Kitas oder Tagesfamilien beschäftigt. Gleichstellung braucht gute Strukturen.

Bildung als Basis unseres Wohlstands

Bildung und Ausbildung sind die Voraussetzung dafür, dass die Schweiz ihre Stärken als Wirtschaftsstandort langfristig halten kann.

Bildung beginnt nicht in der Schule, sondern im Vorschulalter: mit Frühförderung, mit verlässlicher Betreuung in der Familie oder in ausserfamiliären Angeboten. Wer hier investiert, schafft die Grundlagen für alles, was danach kommt.

Die Vielfalt des Schweizer Bildungssystems ist eine Stärke: Die Berufslehre ist ein international anerkanntes Erfolgsmodell, die Jugendarbeitslosigkeit tief, die Hochschulen wettbewerbsfähig. Für Berufsbildung, höhere Berufsbildung, Universitäten und Fachhochschulen müssen genügend Mittel gesprochen werden. Wer hier spart, spart am falschen Ort.

Verlässliche Rahmenbedingungen

Basel ist nicht nur Pharmastandort, sondern ein dichtes Ökosystem aus Grundlagenforschung, angewandter Forschung und Industrie. Institutionen wie das Swiss Tropical and Public Health Institute, swisspeace und das Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel wirken weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Sie sind international anerkannt und für den Forschungsstandort Schweiz systemrelevant.

Solche Institutionen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Formale Systemkohärenz darf kein Argument sein, wenn damit herausragende Forschungseinrichtungen geschwächt werden. Das IOB ist ein Public-Private-Partnership von Kanton Basel-Stadt und Novartis: genau das Modell, das Bund und Kantone fördern sollten. Wer den Forschungsstandort Schweiz langfristig sichern will, kommt nicht darum herum, solche Institutionen strukturell mitzutragen.

Patentschutz als Voraussetzung für Forschungsinnovation

Neue Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika sind das Ergebnis jahrelanger Forschung, grosser Investitionen und des Vertrauens, dass Innovationen rechtlich geschützt bleiben. Patentschutz ist die Grundlage dafür, dass Unternehmen und Forschungsinstitutionen dieses Risiko überhaupt eingehen.

Internationale Bestrebungen, den Schutz geistigen Eigentums im Namen kurzfristiger Ziele aufzuweichen, gefährden diese Grundlage. Wer Zwangslizenzen ausweitet oder Technologietransfer erzwingt, sendet ein Signal an die Forschung: Investitionen in Innovation lohnen sich nicht. Das trifft die Schweiz als forschungsintensiven Standort besonders hart – und es schadet langfristig der Bereitschaft, auf künftige Gesundheitskrisen vorbereitet zu sein.

Pharma- und Life-Science-Standort Basel